Die Chronik – oder die Entwicklung vom „Schi-Club“

„Alles hat irgendwie und irgendwann und irgendwo und durch irgendwen einen Anfang.“

So und nicht anders ist es auch bei unserem geliebten „Schi-Club Schwazze Bärresch“.

Irgendwann im ersten Jahrzehnt nach dem Millenium hockten einige begeisterte Eschweiler Schi-Sportler in ihrer Stammkneipe unterhalb des Kitzsteinhorn in Kaprun zusammen, in der Jausenstation Unteraigen, und diskutierten verblüfft über die tagsüber vielfältig auf der Piste gesichteten Schi-Clubs z.B. aus den Niederlanden oder Ostfriesland, aus Dänemark oder Mecklenburg sowie Niedersachsen. Also Schi-Clubs aus Regionen mit „ausgeprägter Topographie“ und daher wahrhaftig geeignete Trainingsgebiete für wahre Schi-Heroen.

Die absonderlichsten Gedankengänge umschwirrten uns mit zunehmender Gesprächsdauer und steigendem Genuss des hausgebrannten Schnaps.

Irgendwie blieb der Gedanke haften, dass auch unsere geliebte Heimatstadt Eschweiler einen Schi-Club benötigt, da das Feld der alpinen Sportakrobatik nicht nur den Flachländern überlassen werden sollte. Und im Gegensatz zu manch anderer oben genannter Region hat unsere Heimat etwas vorzuweisen, was dem alpinen Gedanken doch schon etwas näher kommt als Nordseestrand oder Niedersachsen:

Osere Schwazze Bärresch !

Außerdem wollten wir auch ein schönes Club-Logo auf den Schi-Klamotten präsentieren, ja, da waren wir damals eitel genug, heute noch viel mehr. Dank unserer vertrauensvollen Verbindung zur Stickerei Kempken in Düren bekamen wir relativ zügig unseren ersten Wimpel mit Schi-Club-Logo und stellten diesen fortan bei jeder Schi-Tour vom „Schwazze Bärresch“ auf den Stammtisch in Unteraigen.

So weit, so gut. Problem an der ganzen Sache war und ist aber: „Schi foan“ ist auf nur wenige Tage im Jahr begrenzt. Und so musste der Bewegungsdrang anders ausgelebt werden, mit Laufen durch den Eschweiler Wald oder wo auch sonst immer.

Laufen, joggen, rennen – über diesen Sport kamen einige der heutigen Wunderathleten des Schi-Club bereits in den späten 90er Jahren des letzten Jahrhunderts zusammen. Volksläufe bei der ESG bzw. LSG, bei Germania Dürwiß oder dem ATG-Winterlauf standen ebenso auf dem Programm wie Distanzen über den „Halben“ bis hin zum Marathon, von Eschweiler über Köln bis nach New York. Auch der damalige Volks-Triathlon im und am Dürwißer Freibad war fixer Bestandteil, sowohl Einzel als auch Staffel. Allerdings anfänglich immer unter der Flagge und Obhut des ehemaligen „SC Delphin Eschweiler“. Die drei alten Delphine und Haudegen Bossi, der Schwartz und Bäckesch Jupp waren und sind uns bis heute Vorbild und Ansporn zugleich. Die Trainingseinheiten wurden deutlichst ausgeweitet, sowohl im Eschweiler Wald als auch im Dürwißer Umland.

2008 dann die Sensation: Die Welt konnte erstmals unsere erste ausgegliederte Laufabteilung bestaunen. Unter dem Namen „Laufgemeinschaft LG Die 3 Blöden“ zog es manchen Vorzeigeathleten unserer Laufcombo in die Laufevents, allen voran der Blöde eins. Allerdings: es konnten immer nur drei Läufer für unsere Laufgemeinschaft starten, alles andere, so ab 4 Läufer aufwärts, hätte ja den Blödheitsgrad unserer Laufcombo irgendwie bestätigt oder gar zementiert. Und selbst wir haben einen Ruf zu verlieren, damals wie heute.

Als es dann der „LG Die 3 Blöden“ dann wirklich zu blöd wurde, erinnerte sich der „Vorstand der 3 Blöden“ an den immer noch existierenden „Schi-Club Schwazze Bärresch“ und ging mit Mann und Maus in diesem Club auf. Eine bis heute für die Sportwelt prägende und weitsichtige Entscheidung.

2010 erfolgten dann die ersten Trainingseinheiten unter dem neuen Vereinsdach des „Schi-Club“ und der 21. März 2010 ging in die Annalen des Sports ein:

40. Internationaler Volkslauf Eschweiler

mit erster Beteiligung eines Athleten vom „Schi-Club Schwazze Bärresch“

Fortan wurde der „Schi-Club Schwazze Bärresch“ bei regionalen und überregionalen Laufveranstaltungen gesichtet. Nicht selten konnten außerhalb des rheinischen Sprachidioms neugierige und interessierte Fragesteller über die Herkunft der Mannen vom Schwazze Bärresch aufgeklärt werden und sowohl in Lissabon als auch in Palma de Mallorca, Stuttgart und Wien kennt man vereinzelt jetzt auch Eschweiler. Inzwischen ist die Verwirrung perfekt, da die offiziellen Laufshirts vom Club mit spanischen Künstlernamen belegt sind.

Mit den Jahren stießen aus den verschiedensten Sportarten laufbegeisterte und -willige Akteure zu uns und lernten die Philosophie des Schi-Club schätzen:

Spaß!

Spaß beim Laufen!

Laufsport muß bezahlbar bleiben!

Laufen und quatschen geht gleichzeitig!

Jeder Blödsinn kann diskutiert werden – es gibt kein Tabu!

Der Präsident hat immer das letze Wort, nur in Ausnahmefällen der Vize!

Die anderen wie der Schröt, der No-Vize, das Landei, das Gespenst oder der Jogi schon mal gar nicht!

An der Jahreshauptversammlung darf nur teilnehmen, wer einmal im Jahr für den Club gestartet ist (oder ernsthaft wollte)!

Wer sich nach diesem kurzen Einblick in die Geschichte des „Schi-Club Schwazze Bärresch“ nicht abschrecken lässt und eintauchen möchte in dieses Mysterium der Eschweiler „Schpochtwelt“ ist eingeladen, sich weiter durch die Seiten und Facetten des „Schi-Club“ zu klicken. Viel Spaß.

P.S.: Dran bleiben, es lohnt sich. Die Seite steht unter ständiger Weiterentwicklung.

Darüber hinaus ist die Presseschau immer recht informativ.